Wir in der Sendung Natur im Garten (---> klick)

26. September 2016

Das Bienen-Stauden-Beet

In einem schon ziemlich vollen Garten wie unserem ist es ein Glücksfall, Platz für ein weiteres Beet zu finden - und zwar genug Platz, um ein Beet völlig neu anlegen zu können. In diesem konkreten Fall befand sich quer am Ende der Zufahrtsstraße zum Haus ein vernachlässigtes Gehölzbeet mit einigen Sträuchern aus den Gartenanfängen. Wir wares es so sehr gewöhnt, dass wir es nicht weiter hinterfragt haben, bis mir dann der Einfall kam, es doch einfach neu zu bepflanzen.

Einmal darüber nachgedacht, war uns schleierhaft, wie dieses nichtssagende grüne Beet so lange mitten in unserem Garten hatte überleben können. Mama schnitt noch in der selben Woche alle Sträucher ab und schon im November machte ich mich an die Pflanzlisten.

So sieht das Beet gerade aus - es ist ständig von Bienen durchschwirrt und der Blickfang, wenn man zum Haus kommt.

Dabei war von Anfang an klar, dass hier Pflanzen unterkommen sollten, die anderswo im Garten bisher zu kurz gekommen sind oder nicht die nötige Bühne bekommen hatten. Und es sollte etwas für die Bienen sein, die ab dem Hochsommer in den Wiesen kaum mehr etwas finden und sich im Garten über jede Blüte freuen. Und dann waren da noch einige Lieblingspflanzen, die natürlich auch mit rein sollten.


Der erste Plan war daher voll mit großartigen Stauden - aber dafür hätte das Beet dreimal so groß sein müssen. Falls ich jemals solche Dimensionen bepflanzen sollte, habe ich genaue Vorstellungen, was in so ein Beet kommen kann; für diese Zwecke war eindeutig zu viel vorgesehen. Vermutlich hätten alleine drei Wasserdost die Szenerie gefüllt, doch die wachsen schon an drei anderen Stellen im Garten, es ist also eindeutig genug Wasserdost vorhanden. Und so ähnlich ging es mir mit einigen anderen Stauden. Schlussendlich blieb nur ein kleiner Rest, ergänzt um andere, übrig:

Astern (hauptsächlich A. noviae-angliae)
Borago officinalis 'Alba'
Calamagrostis brachytricha (var. koreana)
Chrysanthemum 'Hebe'
Calamagrostis 'Waldenbuch'
Deschampsia cespitosa 'Goldtau'
Digitalis ferruginea
Foeniculum vulgare 'Rubrum'
Kalimeris incisa 'Madiva'
Lythrum salicaria
Miscanthus 'Federweißer'
Molinia 'Transparent'
Patrinia scabiosifolia
Penstemon digitalis
Persicaria amplexicaulis 'JS Caliente', 'Fat White', 'White Eastfield'
Pseudolysimachion longifolium 'Hermannshof'
Sanguisorba (ein sehr großer, rosa Sämling)
Senecio fuchsii 'Doria'
Sisymbrium strictissimum
Veronicastrum (verschiedene)

Hier haben wir am 30.Jänner bei herrlichem Gartenwetter und mit maschineller Unterstützung die schon abgeschnittenen Gehölze gerodet. Leider waren auch viele Wurzeln mit drin im Beet, sodass wir die Fläche mehrfach durchgraben mussten.

So lag das Beet dann vor uns.

Im Laufe des März haben wir das Beet dann mit Erde aufgefüllt und Papa hat die Kanten nach vorne hin, auf den asphaltierten Vorplatz, gesetzt. Am 10. April schließlich habe ich das Beet gepflanzt. Einige Stauden konnte ich aus dem Garten nehmen und sie hatten entsprechende Größe, einige andere wurden gekauft.

Einiges habe ich auch geschenkt bekommen, man sieht aber, dass ich vernünftigerweise nicht alles ins Beet hineingestopft habe ;-). Einige Schneeglöckchen, die ich geschenkt bekommen hatte, haben dann auch noch ihren Weg ins Beet gefunden, ich bin gespannt, wieviele von ihnen im Frühling blühen werden.


Am 21. Mai war das Beet dann schon einigermaßen eingewachsen. Die größeren Stauden aus dem Garten, etwa Molinia links hinten oder vorne das grüne Büschel, ein Teil meiner vorhandenen Kalimeris, wuchsen ohne zu Zögern los. Wir mussten das Beet nur ein paar Mal gießen, denn das Wetter war meist regnerisch.

Anfang Juni, am 8.6., begann mit dem weißen Borretsch, ein Zufallsfund im Garten bei meiner Wohnung, die erste Bienenpflanze zu blühen. Weil der Garten um diese Zeit voller Blüten ist, habe ich das Beet für diese Jahreszeit nicht besonders blütenreich geplant. Für die kommende Saison werde ich Kugellauch in Weiß und Rosa pflanzen und für vorher ein paar rote Tulpen.

Wenige Wochen später, am 19. Juni, sind einige Pflanzen schon deutlich in die Höhe gewachsen. Und dazu gibt es Blüten an der Rauke (Sisymbrium), die von den Bienen in großer Zahl beflogen werden. Dazu zeigt sich der Bartfaden, ebenfalls ein Geschenk und äußerst üppig gewachsen.

Am 6. Juli blüht die Rose der Nachbarin, bei mir zeigten die blauen Ähren von Pseudolysimachion erste Farbe und lockten die Bienen. Darüber hinaus ist alles noch in Grün getaucht.
Nach dem Urlaub, am 24.August, war das Beet schon wie verwandelt: In der ersten Reihe war ein Blutweiderich angeflogen und hatte sich im ersten Standjahr wunderbar entwickelt. Links war Kalimeris 'Madiva' schon Wochen in Blüte, direkt dahinter zeigte das gelbe Greiskraut wunderbare Dolden in Gelb. Kurioserweise hatte ich es beim Einpflanzen mit der davon stehenden Aster glehhnii 'Agleni' vertauscht, die nun als riesiger grüner Busch im Bild steht (ich werde sie im Frühjahr die Plätze tauschen lassen). Im Hintergrund waren inzwischen der Wiesenknopf und Miscanthus 'Federweißer' erschienen, letzterer ein Geschenk von einem Gartensfreund und ja, es ist die schönste Miscanthus-Sorte, die ich kenne!

Am 7. September waren die Blüten vom Greiskraut, vom Borretsch, Fenchel und anderen Geschichte und die Astern waren gerade noch nicht soweit, obwohl ihnen die Bienen schon ständig ungeduldige Kontrollbesuche abstatteten.

Und gestern schließlich, am 25.September, stand das Beet in Vollblüte. Die gelben Blüten des Topinambur gehören zum Nachbarn und fügen sich so herrlich ins Bild, dass ich mir für dort eine gelbe Staude werde überlegen müssen, falls die Nachbarn dem Topinambur doch einmal zu stark zu Leibe rücken. Die beiden riesigen weißen Wolken sind links Aster glehnii 'Agleni' und rechts Aster noviae-angliae 'Herbstschnee'. Dazu die roten Blüten von Persicaria 'JS Caliente' - ich bin durch und durch zufrieden!

Wie sich das Beet weiterentwickelt, da bin ich auch gespannt. Die Astern werde ich rechtzeitig verkleinern, damit sie nicht alles andere zudecken, dazu werden, wie erwähnt, ein paar Zwiebelblumen ergänzt. Bestimmt sind die Gräser kommendes Jahr größer und auch die Ehrenpreis werden eine stärkere Rolle spielen. Für den Herbst erwarte ich noch eine rosa Wolke aus der Chrysantheme 'Hebe' - und der Winteraspekt wird ebenfalls nicht zu unterschätzen sein. Bestimmt wird alles ganz anders als geplant und eventuell werde ich vorne, zwischen den Knöterichblüten, noch zwei Gräser unterbringen. Es wären dort zwei Deschampsia gewesen, aber diese wurden im feuchten Sommer Opfer eines Pilzes und haben sich nicht mehr erholt.

Davon absehen hat sich aber alles wunderbar entwickelt - wenn man bedenkt, dass zwischen dem Pflanzen und dem gestrigen Bild bloß fünfeinhalb Monate liegen...

23. September 2016

Voller Blüten Richtung Herbst

Im Garten beginnt jetzt, mit dem Herbstanfang, noch einmal eine sehr bunte, üppige Zeit. Das verwundert viele, dabei könnte der Effekt mit noch mehr Astern deutlich verstärkt werden. Nachdem ich mir vergangenen Sommer vorgenommen habe, noch mehr von ihnen in Beete zu pflanzen, ist es nun schon deutlich farbiger geworden. Ausbauen könnte man diesen Effekt mit verschiedenen Goldrutenarten (einen lesenswerten Artikel gibt es dazu gerade in der Gartenpraxis) sowie noch mehr Knöterich. Dieser entwickelt sich bei uns so prächtig, dass sich mittlerweile in fast jedem Beet einer befindet.

Das Beet gegenüber vom Haus (Vordergrund) wird besonders gut gepflegt, weil man es ständig sieht und auch, weil es voller Schneeglöckchen ist - daher wird es im Winter als erstes geschnitten; heuer habe ich außerdem einen Teil umgestaltet und von Giersch befreit (ja, den hab ich leider, und zwar überall). Dass es trotzdem nicht ganz leer ist, verdanke ich den Astern und den Umstand, dass ich recht kontrolliert gerodet habe (das ist schwerer als Kahlschlag, weil man ständig aufpassen muss, nichts mitauszureißen, das man eigentlich behalten möchte). Die schneeweißen Leucanthemellas im Beet im Hintergrund erfreuen mich jedes Jahr, sie sind einfach großartig und dazu robust, konkurrenztolerant und unkompliziert. Nur der Sommer letztes Jahr hat sie etwas ausgebremst.

Das gleiche Beet, nur das andere Ende und früher am Tag: Dort habe ich schon im Frühling umgestaltet, es war eine der ersten Aktionen im Februar und ich bin sehr zufrieden. Der wunderschöne rote Knöterich ist 'Blackfield', den ich seit 7 Jahren habe und der nirgends wirklich Fuß fassen kann. An dieser Stelle wird er jetzt noch am schönsten. Daneben blüht eine Glockenblume (Campanula lactiflora) noch einmal, nachdem ich sie im Hochsommer aufgrund akuter Umfalleritis nicht bloß zurück-, sondern komplett abgeschnitten habe. Das sollte ich wohl jedes Jahr tun, bislang hatte ich Angst vor dem riesigen Loch, dass sie temporär hinterlässt - aber das wächst schnell wieder zu.

Im Schotterbeet werden die Blüten nun weniger - aber die lila Herbstaster in der Mitte des Bilds ist noch ausstehend. Ich freue mich schon, wenn 'Purple Dome' loslegt!

Hier blüht sie schon, zusammen mit einer hellblauen Aster, deren Namen ich vergessen habe. Links daneben wächst Calamintha nepeta, die Steinquendel, ein Bienenmagnet und Dauerblüher den ganzen Sommer über.

Bunt ist es auch noch im Kräuter- und Duftbeet von Mama. Verschiedene nicht winterharte Salbeipflanzen beginnen erst jetzt mit der Blüte, dazu kommen Verbena bonariensis, Monarden, Wicken, Fenchel, Dill und rote Melde. Ein toller Mix - ich bin schon gespannt, wie es kommendes Jahr aussehen wird!

Im unteren Bereich des Gartens ist es nun eher grün. Der Teich, den ich hier viel zu selten sehe, fassen viele Gräser ein, er sieht aus wie ein natürlicher Tümpel, der inmitten von Wiesen liegt. Die Beete rundherum sind in Hinblick auf die Frühlingswirkung gepflanzt und hatten mit Phlox den letzten Blütenflor - immer, wenn ich noch etwas reinpflanzen möchte, grabe ich Frühlingsblüher aus. Der untere Gartenbereich darf also von Spätwinter bis Hochsommer wunderschön sein, danach geht er in seine wohlverdiente Pause... mit Winden überwuchert, von Goldnesseln durchsetzt - aber irgendwo darf es auch mal wild sein.

Ich wünsche euch schöne Frühherbsttage mit Morgentau und warmen Nachmittagen! Meine nächsten Tage werden mit dem Vergraben von Blumenzwiebeln gefüllt sein... wenn man dazu bloß nicht in die vollen Beete kriechen müsste!

20. September 2016

Pflanzen am Naturstandort (3) - Gentiana asclepiadea

Diese im gesamten Alpenraum und auch darüber hinaus recht weit verbreitete Enzianart blüht vom Spätsommer bis in den Herbst hinein. Sie hat lange, bogig überhängende Triebe, an denen die Blüten an der Oberseite sitzen und nach vorne schauen - eine ganz eigenartige Wuchsweise, die innerhalb der Art auch variiert: So gibt es aufrechte Exemplare, welche mit gewohnt kreuzgegenständigen Blättern, aber auch welche, bei denen das Laubwerk tatsächlich gegenständig ist.

Klassische, überhängende Wuchsform
Der Schwalbenwurzenzian wächst auf feuchten bis nassen Stellen besonders gern, aber da, wo er vorkommt, ist er nicht sehr heikel und ist auch an trockeneren, bisweilen auch sehr steinigen und sonnigen Stellen zu finden. Wurde Wald abgeholzt, kann er auch mitten in der Sonne überleben - aber Sämlinge finden sich dann nur wenige.



Am besten wächst er aber an feuchten, halbschattigen Stellen, wo er von Fuchsgreiskraut (Senecio fuchsii), Eupatorium cannabinum und Solidago virgaurea, der heimischen Goldrute, begleitet wird. Alte Pflanzen können beeindruckende Ausmaße annehmen!

Hier sieht man drei aufrecht wachsende Pflanzen - in den hiesigen Beständen offenbar nichts Ungewöhnliches.


Einige Exemplare blühen sehr dunkel; wenn man etwas Glück hat, findet man auch rosa und weiß blühende Pflanzen sowie welche in hellem Blau. Im Gebirge kann die Pflanze bis auf etwa 2000m Seehöhe wachsen - in der von mir besuchten Region reichte das Vorkommen etwa bis 1500m, danach wird es zu steinig und mit dem Humus fehlt auch die Feuchtigkeit.


Im Übrigen mögen es die Enziane allgemein zwar sauer bevorzugen, der Schwalbenwurzenzian ist dabei eine Ausnahme und mag Kalk. Das hält ihn aber nicht auf, auch in Mooren vorzukommen - wohl einer der Gründe für seine weite Verbreitung, denn heikel ist er sicher nicht. Auch dichter Nachbarbewuchs scheint ihm nichts auszumachen - die Pflanzen blühen so spät, dass ihnen die volle Aufmerksamkeit der Bestäuber sicher ist und ihr Wuchs trägt dazu bei, andere Pflanzen zu überragen oder zu verdecken.


Hier eine klassische Gemeinschaft in einem alten, unterholzlosen Fichtenwald. Zwischen Farnen, Solidago virgaurea und Helleborus niger fühlen sich auch die Enziane wohl. Wenn es sehr dunkel ist, breiten sie die Stängel eher aus und diese wachsen auch länger (bis zu einen Meter lang), in der Sonne bleiben sie niedriger. Ob sie aufrecht oder überhängend sind, war zumindest an diesem Standort keine Frage des Lichts!



Kühe fressen den Schwalbenwurzenzian nicht. Sie futtern so knapp rund um die Enziane herum, dass diese wie Blumensträuße in den Weiden übrigbleiben und weithin leuchten. Dieser besondere Umstand ist auf ihren bitteren Geschmack zurückzuführen - man denke an den sicher heilsamen, aber leider auch unerfreulich grausigen Enzianschnaps aus der Wurzel von Gentiana lutea.

Hier die schattigeren Randbereiche seines Lebensraums - ein alter Fichtenwald im Bereich Großer Pyhrgas und Scheiblingsstein (südliches OÖ, Haller Mauern).

Auf einem abgeholzen Hang sind interessante Motive entstanden - ganz von selbst, aber durchaus anregend für Gartenbereiche.

An sonnigeren Stellen und wo es feucht genug ist, bildet Eupatorium cannabinum große Büsche, deren Blüten zahllose Insekten und vor allem Schmetterlinge anlocken. Sie sind im Spätsommer eine willkommene Nahrungsquelle, auch für Honigbienen.

An einigen Stellen ist der Boden trotz Kalkuntergrunds so sauer, dass sogar Heidelbeeren vorkommen.

Und hier ein Bild vom Weg auf unser eigentliches Ziel, den Scheiblingstein (Blick nach Osten über die Fortsetzung der Hallter Mauern Richtung Gesäuse).

Übrigens ist der Blog heute 5 Jahre alt geworden - das habe ich ja komplett verpasst! Die passenden Überraschungen dazu gibts dann im Frühling :-)

13. September 2016

Tiefes Licht

So, nun ist es endlich wieder soweit: Sogar mittags in der Sonne schaut das Licht deutlich nach Herbst aus, die richtigen Pflanzen blühen auch und auf einmal, ein Ding weniger Tage, ist der Garten wieder richtig, richtig schön. Das klingt ziemlich übertrieben nach einer Letzt-aber-erst-recht-Reaktion, weil viele jammern, ihr Garten wäre nun nix, aber mir kommt es jedes Jahr so vor, ganz zuverlässig.

Das Beet gegenüber vom Haus wurde von mir stark umgestaltet. Und auch der Zufall hat mitgeholfen: Die Rudbeckia dort ist ganz von selbst aufgetaucht.

Nach einer hochsommerlichen Wucher- und damit verbunden Rückschnittphase kommt das Gartenjahr nun in seinen finalen Abschnitt - und wer das irgendwie traurig findet, weil er Winter und Nebel und Kälte und Frost nichts abgewinnen kann, der grabe mal testweise nach ein paar Schneeglöckchen: Die sind nämlich schon fertig. Mit etwas Glück sinds keine fünfeinhalb Monate mehr, und sie werden blühen, also kein Grund, schon jetzt bedrückt zu sein.


Persicaria amplexicaule 'Firetail', Eupatorium, Leucanthemella serotina,...

Die hohen Staudenbeete stehen noch immer in voller Blüte. Dazu tragen neben Gräsern vor allem die Staudenknöterich-Sorten, der Wasserdost und nun zunehmend die Astern bei, die neben den Insekten auch mich begeistern. Mein einziges Problem ist der Platz, den sie schon den ganzen Sommer über fordern - und daher nur begrenzt in Beete gestopft werden können, wobei man schon ehrlich zugegeben muss, dass sie einen feinen grünen Hintergrund für alles andere Blütige abgeben; also durchaus gut integrierbar sind, besonders die Raublattastern.

Monarden, Fenchel, Dill und andere

Das Kräuterbeet vorm Glashaus ist ebenfalls in voller Blüte. Verschiedene Duft- und Aromapflanzen wurden dort von Mama versammelt und machen uns und den Insekten Freude. Ich hätte nicht gedacht, dass die welken Dolden des Dill in einer Pflanzung so schön sein können und durch den rostroten Welketon so gut zu den Monarden passen.

Calamagrostis bachytricha

Am Abgang zum Teich haben sich die Diamantgräser selbstständig ausgebreitet. Ich werde sie im Frühling etwas einschränken müssen, aber jetzt im Herbst ist der Effekt unübertroffen! Die Anemonen rechts versuchen wir schon lange auszurotten. Sie blühen auch, wenn man ihnen dreimal im Jahr alles Laub wegrupft ;-).

Mosla dianthera / Isodon umbrosus / Plectranthus excisus  - Hat wer eine Idee?

Meine bislang noch immer nicht schlüssig bestimmte blüht nun als riesige, 1,4m hohe und 2m breit auslagernde Großstaude im Schatten und lockt dort die Bienen an.


Aconitum napellus
In den Schattenbeeten tauchen nun die ersten Blätter der Frühlingscyclamen auf. Herbstblühende Alpenveilchen habe ich leider erst wenige, aber daran werde ich arbeiten!

Abgesehen vom Schauen und Freuen war in den letzten Wochen auch Häckseln am Programm. Wenn es sich noch im Herbst ausgeht, werde ich einige Beete noch im alten Jahr mulchen und vielleicht die Gartenstellen, wo sich viele Schneeglöckchen verstecken, schon jetzt zurückschneiden.

Und eine größere Blumenzwiebelbestellung wird ja auch noch eintreffen!

31. August 2016

Das Trockenbeet ist ein Jahr alt!

Dieser Tage ist es nun soweit - seit einem Jahr besteht die Kiesfläche gegenüber dem Haus, seit den ersten Septembertagen 2015 wachsen dort auch Pflanzen. Viel Worte für ein Fazit brauche ich nicht, außer, dass es eine Bereicherung des Gartens darstellt und das ganze Jahr über meine Lieblingsfläche im Garten war.

Die Blüte der Berkheya - sie soll als Beispiel dienen, wie gut sich Pflanzen entwickeln, wenn der Standort richtig gewählt wurde.

So sahen die drei Pflanzen dann Anfang Mai aus.

Und so aktuell :-)

Und hier noch eine kleine Übersicht über die Entwicklung in den letzten 12 Monaten!



25. August 2016

Vor den Astern

Im Hochsommer ist der Garten in manchen Jahren für einige Zeit blütenlos gewesen; besonders, wenn es sehr heiß ist, kann das passieren. Heuer hat es definitiv genug geregnet und eine Menge Stauden läuft jetzt zu Hochform auf. Bald werden die Astern die Beete ergänzen und im September für neue Einblicke sorgen.


In diesem Beet wurde im Vordergrund ein Stück ergänzt, weil der schmale Rasenstreifen zwischen Grundgrenze und Beet aufgelassen wurde. Neu sind daher die gelben Rudbeckia nitida 'Herbstsonne', die ich bisher nie mochte, aber letzten Herbst in einer Rettungsaktion doch mitgenommen habe. Und siehe da, mein Rosa-Lila-Weiß-Beet wird nicht zerstört durch das Gelb, sondern deutlich aufgewertet. Also keine Angst vor Farbe!


Vor allem nicht, wenn der farbliche Dreiklang aus Weiß-Rosa-Gelb sich ohnehin woanders auch schon eingeschlichen hat. Starb der weiße Phlox letzten Sommer noch den Trockentod, so hat er sich heuer deutlich regeneriert und verdeckt fast den dahinterwachsenden Wasserdost. Davor dann Molinia 'Transparent' und Pennisetum sowie die großartige Kalimeris incisa 'Madiva', eine helllila Sommeraster. Und Gelb ist auch da - in Form von Helenium, leider umgefallen. Das passiert immer, wenn es regnet und ich lerne nie draus.

Überall im Garten ist der rote Knöterich in der Verwendung. Er ist einfach eine tolle Pflanze: Standfest, schöne Farbe, Insektenweide, Dauerblüher, robust. Mit Dolden und feinen Gräsern eine einfache Kombi, jederzeit erweiterbar um lila Kerzen (Blutweiderich, Agastachen) oder große Blütenstände (Phlox, Sonnenhut).

Das neue Beet an der Garage werde ich demnächst in einer Vorher-Mittendrin-Nachher-Serie vorstellen. Es ist erst heuer angelegt worden und ich mag es sehr. Hier ein kleiner Ausschnitt mit der schon erwähnten Kalimeris 'Madiva', den Blüten von Bronzefenchel, gelbem Fuchskraut (Senecio fuchsii 'Doria'), Pseudolysimachion longifolium 'Hermannshof' in Lila und fast nicht im Bild, weißer Staudenknöterich und Molinia 'Transparent'.

Hier auch ein Detail aus diesem Beet: Ein Sanguisorba-Sämling und das schon mehrfach erwähnte Molinia, im Hintergrund Miscanthus 'Federweißer', eine äußerst frühblühende Sorte.

Und hier alles gemeinsam mit einigen Astern noch dazu. Dieses Beet wird wohl bis zum Frost sehenswert sein.